letzte Aktualisierung | 07.01.2010
 Bereich für UFG
 Studium
 Forschung
 Sammlung
 Technisches
Forschung:
   laufende Projekte
    Bronzezeitliche Höhensied- lungen in Mitteldeutschland
    Augustiner-Chorherrenstift zu Altenburg
    Alter Gleisberg - vorgeschichtl. Höhensiedlung in Thüringen
      Archäologie-Camp 2008
      Ausgrabung 2005
      Presse
    Mühlen Eichsen – ein eisen- zeitliches Brandgräberfeld (MV)
    Karlburg – ein mittelalterlicher Zentralort am Main (Bayern)
    Vorgeschichtliche Salzge- winnung in Mitteldeutschland
    Höhensiedlungen im Tríbec-Gebirge (Slowakei)
    Geoarchäologische Untersuchungen in Bilzingsleben
    Spätes Jungpaläolithikum im mittleren Saaletal
    Dynamik der sozialen Welt spätpaläolithischer Menschen
    Tierknochen als Teil der Landschaft
    Technologie und Herkunft keltischen Glasschmucks
    Bronzegießerwerkstatt im Oppidum von Kelheim (Niederbayern)
    Frühe Metallgewinnung im mittleren Lahntal (Hessen)
    Frühe Eisenproduktion in Luxemburg
   abgeschlossene Projekte
   Picener – Eisenzeitliche Grabbeigaben aus Mittelitalien
   Spätpaläolithikum und Mesolithikum in Nordbayern
   Sülzdorf – eine kaiserzeitliche Siedlung in Südthüringen
   Dobin – eine slawische Fürstenburg in Mecklenburg
   Alters- und Geschlechtsbestimmung der Sisimiut-Rentierpopulation
   Menschliche Höhlen- und Abrinutzung in Westgrönland
   spätkeltische Großsiedlung von Berching-Pollanten (Oberpfalz)
   Eisenverarbeitung im Oppidum von Manching (Bayern)
   Knochen; Salz und Müll
UFG Intern:
  Login:
  Passwort:

Archaologie-Camp 2008 auf dem Alten Gleisberg bei Graitschen

Das Archäologiecamp „Alter Gleisberg“ war im Sommer 2008 nun schon zum vierten
Mal durchgeführt worden. Auch nach den neuesten Grabungsergebnissen stellt sich
der Berg als das dar, was er ist – eine Höhensiedlung der späten Bronze- und
vorrömischen Eisenzeit bei Graitschen im Saale-Holzland-Kreis. Seit dem Jahre 2004
wird diese Siedlung durch den Bereich Ur- und Frühgeschichte der FSU Jena
untersucht. Die Woche der Grabung überschnitt sich auch diesmal mit der studentischen
Grabungskampagne, was mittlerweile zu einer hervorragenden Kooperation zwischen
beiden Teams führte. Dies gipfelte dieses Jahr darin, das die „alten Hasen“ der
Campteilnehmer auf Grund von zeitweisem Personalmangel an das studentische Team
ausgeliehen wurden, was daraufhin prompt mit großem Lob des örtlichen
Grabungsleiters bedacht wurde. O-Ton des Grabungsleiters: „ Die können ja teilweise besser graben als meine Studenten.“ Für uns als Betreuer war es ein schönes Gefühl zu sehen, wie sich die Kids von Jahr zu Jahr weiterentwickelten und ihre Fähigkeiten ausbauten. Dafür auch von uns
Betreuern – ein großes Lob. An dieser Stelle ist aber auch weiteren Beteiligten herzlich zu danken, denn ohne ihre Unterstützung wäre all dies nicht möglich gewesen. Da wären zu nennen: Herr Prof.
P. Ettel, welcher die fachliche Leitung und „Schirmherrschaft“ übernahm, Herr Dr. A.
Weidner, der als Vertreter des „Heimatkundevereins Alter Gleisberg e.V. (HKV)“
uns die Technik für Filmvorführungen, Transportfahrzeuge und Ausflüge organisierte.
Auch zu danken für Ihren unermüdlichen Einsatz ist den Betreuern vor Ort: Andrea
Körner (FSU Jena / pädagogische Betreuung), Astrid Fehlen (HKV / pädagogische
Betreuung) und Lars Kleinsteuber (FSU Jena / archäologische Betreuung). Ebenfalls
ist auch dem Wirt der Pension „Alter Gleisberg“ in Löberschütz zu danken, der uns
wieder ein Dach über dem Kopf bot und uns verköstigte. Auch in diesem Jahr wurde die Zeit des Grabens auf dem Berg durch ein reichhaltiges Rahmenprogramm abgerundet. So wurde das Institut für Ur- und Frühgeschichte mit seiner großen Sammlung vorgestellt und eine Führung auf dem Alten Gleisberg versuchte die Geschichte des Berges vor Ort den Teilnehmern nahe zubringen. Eine Exkursion führte uns auf die Burg Ranis und zur Ilsenhöhle, die mit Vorträgen durch die Betreuer untermalt wurden. Eine Führung erhielten wir im Stadtmuseum zu Eisenberg, wo es eine
Ausstellung zu archäologischen Lesefunden zu sehen gab. Ein weiterer Ausflug
verschlug uns zu den „Roten Spitzen“ nach Altenburg, wo uns Herr Dr. U. Moos das
Feld der archäologischen Bauforschung anhand seiner Grabung näher brachte. Dafür
sei ihm an dieser Stelle herzlich gedankt. Verbunden wurde dieser Ausflug mit einem
Exkurs zu den „Döbritzer Schanzen“ wo ein archäologischer Survey oberhalb der
Kniegrotte durchgeführt wurde, um eventuelle urgeschichtliche menschliche
Hinterlassenschaften zu erkunden. Ebenfalls muss auch der, mittlerweile schon zur Tradition gewordene, Ausflug zur Keks-fabrik der Firma „Griesson“ in Kahla erwähnt werden, der bei allen
teilnehmenden Naschkatzen des Archäologiecamps immer wieder großen Anklang
findet. Auch im Sommer 2009 wird es wieder ein Archäologiecamp geben, denn wenn der
Berg ruft, werden wir kommen…denn es gibt viel zu tun.

Lars Kleinsteuber

  zurück  |   ausdrucken  |   nach oben