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Das Archäologiecamp „Alter Gleisberg“ war im Sommer 2008 nun schon zum vierten Mal durchgeführt worden. Auch nach den neuesten Grabungsergebnissen stellt sich der Berg als das dar, was er ist – eine Höhensiedlung der späten Bronze- und vorrömischen Eisenzeit bei Graitschen im Saale-Holzland-Kreis. Seit dem Jahre 2004 wird diese Siedlung durch den Bereich Ur- und Frühgeschichte der FSU Jena untersucht. Die Woche der Grabung überschnitt sich auch diesmal mit der studentischen Grabungskampagne, was mittlerweile zu einer hervorragenden Kooperation zwischen beiden Teams führte. Dies gipfelte dieses Jahr darin, das die „alten Hasen“ der Campteilnehmer auf Grund von zeitweisem Personalmangel an das studentische Team ausgeliehen wurden, was daraufhin prompt mit großem Lob des örtlichen Grabungsleiters bedacht wurde. O-Ton des Grabungsleiters: „ Die können ja teilweise besser graben als meine Studenten.“ Für uns als Betreuer war es ein schönes Gefühl zu sehen, wie sich die Kids von Jahr zu Jahr weiterentwickelten und ihre Fähigkeiten ausbauten. Dafür auch von uns Betreuern – ein großes Lob. An dieser Stelle ist aber auch weiteren Beteiligten herzlich zu danken, denn ohne ihre Unterstützung wäre all dies nicht möglich gewesen. Da wären zu nennen: Herr Prof. P. Ettel, welcher die fachliche Leitung und „Schirmherrschaft“ übernahm, Herr Dr. A. Weidner, der als Vertreter des „Heimatkundevereins Alter Gleisberg e.V. (HKV)“ uns die Technik für Filmvorführungen, Transportfahrzeuge und Ausflüge organisierte. Auch zu danken für Ihren unermüdlichen Einsatz ist den Betreuern vor Ort: Andrea Körner (FSU Jena / pädagogische Betreuung), Astrid Fehlen (HKV / pädagogische Betreuung) und Lars Kleinsteuber (FSU Jena / archäologische Betreuung). Ebenfalls ist auch dem Wirt der Pension „Alter Gleisberg“ in Löberschütz zu danken, der uns wieder ein Dach über dem Kopf bot und uns verköstigte. Auch in diesem Jahr wurde die Zeit des Grabens auf dem Berg durch ein reichhaltiges Rahmenprogramm abgerundet. So wurde das Institut für Ur- und Frühgeschichte mit seiner großen Sammlung vorgestellt und eine Führung auf dem Alten Gleisberg versuchte die Geschichte des Berges vor Ort den Teilnehmern nahe zubringen. Eine Exkursion führte uns auf die Burg Ranis und zur Ilsenhöhle, die mit Vorträgen durch die Betreuer untermalt wurden. Eine Führung erhielten wir im Stadtmuseum zu Eisenberg, wo es eine Ausstellung zu archäologischen Lesefunden zu sehen gab. Ein weiterer Ausflug verschlug uns zu den „Roten Spitzen“ nach Altenburg, wo uns Herr Dr. U. Moos das Feld der archäologischen Bauforschung anhand seiner Grabung näher brachte. Dafür sei ihm an dieser Stelle herzlich gedankt. Verbunden wurde dieser Ausflug mit einem Exkurs zu den „Döbritzer Schanzen“ wo ein archäologischer Survey oberhalb der Kniegrotte durchgeführt wurde, um eventuelle urgeschichtliche menschliche Hinterlassenschaften zu erkunden. Ebenfalls muss auch der, mittlerweile schon zur Tradition gewordene, Ausflug zur Keks-fabrik der Firma „Griesson“ in Kahla erwähnt werden, der bei allen teilnehmenden Naschkatzen des Archäologiecamps immer wieder großen Anklang findet. Auch im Sommer 2009 wird es wieder ein Archäologiecamp geben, denn wenn der Berg ruft, werden wir kommen…denn es gibt viel zu tun.
Lars Kleinsteuber
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