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Urgeschichtler, die alt- und mittelsteinzeitliche Fundstellen ausgraben, müssen beweisen, ob die darin vorkommenden Tierknochen durch menschliches Tun oder natürliche Prozesse zur Ablagerung kamen. Großes Interesse besteht in der Archäologie daher an aktualistischen Untersuchungen zur Taphonomie von Tierresten unter natürlichen Bedingungen. Bisherige Untersuchungen hierzu sind vor allem in Afrika, in den letzten Jahren aber auch in Europa durchgeführt worden. Von der Jenaer Urgeschichte wird das Vorkommen von Tierknochen in mitteleuropäischen Waldhabitaten, also unter quasi-natürlichen Bedingungen untersucht. Eine spezielle Untersuchung widmet sich zudem der Taphonomie von Rentiergeweihen in der Arktis. Mitwirkende: Nationalpark Hainich, Nationalpark Kellerwald Archäologie: Sebastian Pfeifer M.A. (Jena) Archäozoologie: Dr. W. Müller (Neuchâtel) Förderung: DFG (2009-10)
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