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Die Schenkung an das neu gegründete Bistum Würzburg Dem Bistum Würzburg wurden 741/742 durch den karolingischen Hausmeier Karlmann neben 25 königlichen Eigenkirchen auch ein Marienkloster mit allen Zugehörungen in der "villa Karloburgo" übertragen. Die Urkunde Karlmanns ist nicht in unsere Zeit überkommen, jedoch liegen drei gleichlautende, spätere Bestätigungsurkunden von Kaiser Ludwig dem Frommen (19. 12. 822), König Ludwig dem Deutschen (5. 7. 845) und König Arnulf (21. 11. 899) vor. Die jüngere Leidensgeschichte des Hl. Kilian Die Passio sancti Kiliani maior aus dem 9. Jahrhundert, berichtet von St. Gertrud von Nivelles (626 - 659, eine Ur-Urgroßtante Karls d. Großen), die den Priester Atalongus und den Diakon Bernhard in dem von ihr gegründeten Kloster in "Karliburg" eingesetzt hatte. Hierhin flüchtete sich auch Burgunda, die einzige Augenzeugin des um 689 geschehenen Mordes an dem irischen Wanderbischof Kilian und seinen Gefährten. Atalongus ist es zu verdanken, dass die Gebeine der Märtyrer entdeckt und gehoben wurden. Die Lebensbeschreibung des Hl. Burkard In der vita sancti Burchardi aus dem 12. Jh., wird von der Schenkung des ersten karolingischen Königs Pippin an das Bistum Würzburg berichtet. Der erste Würzburger Bischof, der Angelsachse Burkard, gelangte zwischen 751 und 753 in den Besitz der Burg, die "Karloburg" genannt wird, mitsamt des Königshofes und allen dazugehörenden Einkünften. Weiter berichtet der Chronist von Immina, der Tochter des letzten von den Franken in Würzburg eingesetzten thüringischen Herzogs Hetan II. Danach übergab sie zur selben Zeit das von ihrem Vater übertragene Kloster auf dem Marienberg zu Würzburg an das neu geschaffene Bistum. Im Gegenzug erhielt Immina dafür von Bischof Burkard das von der Hl. Gertrud gegründete Kloster in "Karloburg" zur lebenslangen Nutzung. Dort blieb sie als Äbtissin bis zu ihrem Lebensende und wurde hier auch begraben. Weitere schriftliche Belege Die bei den meisten im frühen Mittelalter erwähnten Orten bestehende Überlieferungslücke bis in das 12. Jahrhundert ist auch für Karlburg festzustellen. Ab 1133 wird der Ort über die Ministerialen de KarIburg des Hochstifts Würzburg wieder urkundlich fassbar. Vermutlich 1236 wurden die Überreste der seligen Immina von Karlburg in den Würzburger Dom überführt, wo sie heute noch ruhen. Im Jahre 1243 musste die Rienecker Gräfin Adelheid dem Bistum Würzburg unter Hermann von Lobdeburg eine Wiedergutmachung von 100 Mark Silber (!) zahlen, da sie nach Streitigkeiten mit dem Bischof Karlburg verwüsten ließ. In den nun reichlicher fließenden spätmittelalterlichen und neuzeitlichen Schriftquellen ist von der früheren Bedeutung diese Ortes kaum mehr etwas mehr zu spüren.
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