letzte Aktualisierung | 19.08.2008
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Masterstudium Ur- und Frühgeschichte
mit den Profilfeldern Urgeschichte und Vor- und Frühgeschichte

1. Master Ur- und Frühgeschichte in Jena

 

Der Masterstudiengang „Ur- und Frühgeschichte mit den Profilfeldern Urgeschichte und Vor- und Frühgeschichte“ ist ein konsekutiver und trotz seiner praktischen Ausrichtung ein stärker forschungsorientierter Studiengang. Er führt zu einer Ausbildung zum selbständigen Wissenschaftler. Durch das Masterstudium werden die Kenntnisse zur Ur- und Frühgeschichte überregional und methodisch erweitert, wodurch Studierende kritisch und reflektierend zu ersten eigenständigen wissenschaftlichen Ergebnissen kommen. Lehrgebiete im Studium sind Methoden und Hilfsmittel, Epochen (Paläolithikum, Mesolithikum, Neolithikum, Bronze- und Eisenzeit, Kaiserzeit und Früh- bis Hochmittelalter), vertiefte Kenntnisse der Studiensammlung und der Archäologie Mitteleuropas, Materialkunde, Auswertung von Fundkomplexen, wissenschaftliches Zeichnen von Funden, Museums- und Ausgrabungspraktika, Exkursionen zu Geländedenkmälern und Museen.

Eine Schwerpunktbildung innerhalb des Faches auf Urgeschichte oder Vor- und Frühgeschichte wird durch die individuelle Wahl von Lehrveranstaltungen ermöglicht.

 

Das Studium in Jena wird durch die größte in Mitteldeutschland bestehende ur- und frühgeschichtliche Lehrsammlung unterstützt. Darüber hinaus erwarten den Studierenden:

  • ein umfangreicher Bibliotheksbestand, besonders zur Archäologie Mitteleuropas integriert in eine die gesamten Geisteswissenschaften umfassende Bibliothek,
  • individuelle Betreuung durch den Dozenten,  
  • aktive Mitarbeit an aktuellen Forschungsprojekten,
  • gute Verknüpfung mit fachlich benachbarten Fächern.

 

2. Die Voraussetzungen

 

Interessenten bringen in der Regel ein mit einer Gesamtnote von mindestens „gut“ absolviertes Hochschulstudium (Ausnahmen sind möglich) mit berufsqualifizierendem Abschluss mindestens entsprechend einem Bachelorabschluss an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule im In- und Ausland im Fach Ur- und Frühgeschichte im Kern- oder Ergänzungsfach (mindestens jedoch 60 Leistungspunkte) mit.

Sprachvoraussetzungen: Neben zwei modernen Fremdsprachen, die mit dem Schulzeugnis oder einer Bescheinigung mind. Niveau B2 gemäß Europäischer Referenzrahmen nachgewiesen werden können, werden Lateinkenntnisse mind. im Umfang von 2 Semesterkursen (entspr. „Kleines Latinum“) verlangt.

Daneben sollten grundsätzliche Eigenschaften, wie Begabungen im geisteswissenschaftlich-historischen als auch naturwissenschaftlichen Bereich, vorhanden sein. Von den Studierenden wird außerdem das Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten unter zum Teil harten körperlichen Bedingungen und das Potential an analytisch-reflektierender Vorgehensweise erwartet sowie handwerkliche und zeichnerische Fähigkeiten.

 

 

3. Wie ist der Masterstudiengang Ur- und Frühgeschichte aufgebaut?

 

Der Studiengang setzt sich aus einem Pflicht- und einem Wahlpflichtbereich zusammen, deren Module ohne vorgeschriebene Reihenfolge (mit Ausnahme Modul Masterarbeit) studiert werden können. Die sieben Pflichtmodule dienen einerseits der Vertiefung des Fachwissens, andererseits dem Üben praktischer Fähigkeiten wie Präsentation oder Ausgrabung. Durch freie Themenwahl in drei Pflichtmodulen kann eine Schwerpunktbildung  auf Urgeschichte oder Vor- und Frühgeschichte vorgenommen werden. Zur berufspraktischen Vorbereitung wird neben dem Praktikum ein weiteres Modul mit Inhalten aus den naturwissenschaftlichen Nachbardisziplinen sowie zur Boden- und/ oder Baudenkmalpflege angeboten. Diese ermöglicht den Einblick sowohl in naturwissenschaftliche Methoden der Datierung, Prospektion und Fundbearbeitung sowie –analyse als auch in die Arbeit staatlicher Behörden zur Denkmalerfassung und –erhaltung sowie deren Präsentation in der Öffentlichkeit.

Aus dem Wahlpflichtbereich werden drei Wahlpflichtmodule studiert. Der Wahlpflichtbereich enthält eine größere Zahl fachübergreifender Module, z. B., Philosophie, Alte Geschichte, Mittelalterliche Geschichte, Klassische Archäologie und Geowissenschaften. Je nach Wahl der Module kann im Sinne einer individuellen Profilbildung das Wissen in einem der Ur- und Frühgeschichte benachbartem Fach vertieft werden.

 

Mastermodell der Philosophischen Fakultät der FSU Jena

Modulkatalog Master   Ur- und Frühgeschichte

Studienordung Master Ur- und Frühgeschichte

Angaben im Modulkatalog und in der Studienordnungen dienen der vorläufigen Information und sind nicht rechtlich verbindlich. Die Inhalte können sich ändern.

 

4. Wann geht’s los? Wie und wo bewerben?

 

Der Master Ur- und Frühgeschichte startet erstmals zum Wintersemester 2008/09. Die Einschreibungen erfolgen jeweils zum Winter- und Sommersemester. Bewerbungen können ab 01.04.08. Zur Bewerbung werden folgende Unterlagen benötigt:

  

  • Bewerbungsanschreiben mit Motivationsschreiben,
  •  kurzer tabellarischer Lebenslauf,
  • Abiturzeugnis, evtl. Sprachnachweise, Bachelorzeugnis (sollte das Bachelorzeugnis noch nicht vorliegen, dann bitte eine Übersicht (transcript of records), ausgestellt vom zust. Prüfungsamt, über bereits absolvierte und benotete Module beilegen).

Die Bewerbung senden Sie bitte an:

Friedrich-Schiller-Universtät

Studierenden-Service-Zentrum

07737 Jena

www.uni-jena.de/studium.html

 

 

5. Nach dem Studium? Tätigkeitsfelder mit Master Ur- und Frühgeschichte

 

Der Master of Arts in Ur- und Frühgeschichte ist ein stärker forschungsorientierter Abschluss. Er berechtigt zur Aufnahme eines Promotionsstudiums an Universitäten im In- und Ausland. Wissenschaftler/ innen mit diesem Abschluss sind mit der Bergung, Bewahrung, Auswertung und Präsentation archäologischer Quellen beschäftigt daher können sie sowohl im Bereich der Bodendenkmalpflege an den Landesämtern der Bundesländer eingesetzt werden, als auch  im musealen Bereich von Staat und Kommunen oder in zentralen und regionalen Forschungseinrichtungen sowie an Universitäten.  Weitere Tätigkeitsfelder ergeben sich bei privatwirtschaftlichen Grabungsfirmen, didaktischen Einrichtungen sowie im Tourismus.

 

 

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sich bitte an den Studienfachberater.

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