letzte Aktualisierung | 19.08.2008
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Kommentiertes Veranstaltungsverzeichnis der Vor- und Frühgeschichte im WiSe 07/08

 

Prof. Dr. Peter Ettel
Vorlesung: Einführung in die Vorgeschichte (Modul 1)
Die Vorlesung führt in die Vorgeschichte ein, den Zeitraum vom Neolithikum (etwa 5500 v. Chr.) über Bronze- und Eisenzeit bis zu den Kelten und Germanen. Grundliegendes Wissen wird vermittelt, wichtige Fundplätze, Grabungen, aktuelle Funde vor allem aus dem deutschen und mitteleuropäischen Raum werden vorgestellt.
Vorraussetzungen: keine
Leistungsnachweis: regelmäßig Teilnahme, Klausur

Vorlesung: Bronzezeit in Mitteleuropa (Modul 3)
Die Bronzezeit, der Zeitraum von etwa 2200 bis 1200/1000 v. Chr., hat die Vorgeschichte Mitteleuropas entscheidend geprägt. Mit der Bronze wurden europaweite Verkehrs- und Handelsrouten erschlossen, erste Metallurgiezentren entstanden, überregional bedeutende befestigte Höhensiedlungen wurden errichtet und Depotfunde niederlegt, wie z. B. der Fund der Himmelsscheibe von Nebra. Neben der Vorstellung wichtiger Fundorte werden die Sachkulturen der unterschiedlichen Regionen und die Verbindungen zu den Kulturen im Mittelmeerraum behandelt.
Vorraussetzungen: keine
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, Klausur

Hauptseminar: Opferplätze und Heiligtümer in der Bronze- und Eisenzeit (Modul 3)
In der Bronze- und vor allem dann in der Eisenzeit spielen Opferplätze unterschiedlicher Gestaltung eine wichtige Rolle in Form von Depotniederlegungen an unterschiedlichen Plätzen wie Gewässer, Moore oder in Siedlungen, auch in Höhlen oder als so genannte Brandopferplätze. Daneben kommt es wohl auf südlichen Einfluss hin zur Errichtung erster Heiligtümer, auch nordwärts der Alpen.
Voraussetzungen: Zwischenprüfung
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, Referat mit Handout, Seminararbeit
Es besteht die Möglichkeit, Referatthemen ab 15. September 2007 zu besprechen.
Teilnahmeschein: regelmäßige Teilnahme, kleines Referat

Übung: Aufarbeitung von Grabungen: Zeichnen und bestimmen von vorgeschichtlicher Keramik und Auswertung von Grabungsbefunden am Beispiel vom Alten Gleisberg und Fundkomplexen der Sammlung
In der Übung soll das Zeichnen und Bestimmen von vorgeschichtlicher Keramik geübt werden sowie die Dokumentation und Auswertung von Grabungsbefunden. Ausgangspunkt bilden einerseits die Grabungen im Sommer/Herbst sowie ausgewählte Fundkomplexe aus der Institutssammlung.
Vorraussetzungen: keine
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme

Übung: Befestigungen in der Vor- und Frühgeschichte (mit Exkursionen)
Befestigte Siedlungsplätze kommen erstmals im Neolithikum auf und nehmen in den nachfolgenden Perioden der Vorgeschichte und auch Frühgeschichte bis in das Hochmittelalter immer wieder eine zentrale Rolle im Siedlungswesen ein, als Refugium, Zentralort, Fürstensitz, etc.. Thüringen und gesamt Mitteldeutschland ist ein sehr gutes Beispiel dafür, das im Rahmen der Übung auch mit Exkursionen eingehender untersucht werden soll.
Voraussetzungen: Keine
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme

Prof. Dr. Clemens Pasda
Vorlesung: Einführung in die Urgeschichte
Die speziellen Forschungsmethoden der Urgeschichte werden begründet und erläutert. Ziel ist eine Darstellung der Probleme und Ergebnisse der Alt- und Mittelsteinzeitforschung in Europa.
Voraussetzung: keine
Leistung: regelmäßige Teilnahme, Klausur

Vorlesung: Altpaläolithikum
Der älteste und längste Abschnitt der Humangeschichte wird von seinem Beginn im späten Tertiär in Afrika bis ins Mittelpleistozän in Europa vorgestellt. Im Zentrum stehen dabei Steinartefakte und deren taphonomischer bzw. kultureller Kontext.
Voraussetzung: bestandenes Modul 1 (modularisiertes Magister-Studium), bestandenes Modul UFG 100 (BA-Studium)
Leistung: regelmäßige Teilnahme, Klausur

Seminar: Der pleistozäne Homo - Anthropologie und Archäologie
Die Physische Anthropologie und Prähistorische Archäologie des eiszeitlichen Menschen wird durch studentische Ausarbeitungen zur Diskussion von biologischer Evolution, Kulturgeschichte und von Modelle zur räumlichen Ausbreitung vorgestellt.
Voraussetzung: Seminar in UFG 101 (für Ur- und Frühgeschichtler)
Leistung: regelmäßige Teilnahme, Referat, Hausarbeit (für Ur- und Frühgeschichtler)

Übung: Auswertung des spätjungpaläolithischen Fundplatzes Ölknitz
In der mehrjährigen Auswertung der Ausgrabung von G. Neumann 1932 zum Magdalénien am Sandberg bei Ölknitz (Saale-Holzland-Kreis) erfolgt nun die EDV-unterstützte Auswertung der aufgenommenen Steinartefakte und Gesteine.
Voraussetzung: Teilnahme an vorangegangenen Übungen zu Ölknitz
Leistung: Regelmäßige Teilnahme, Erstellung eines Manuskripts

Übung: Die spätjungpaläolithischen Steinartefakte von Kahla-Löbschütz
Die Steinartefakte der Oberflächenaufsammlung von Kahla-Löbschütz (Saale-Holzland-Kreis) werden mittels eines Merkmalsystems aufgenommen. Vermittelt werden dadurch grundlegende Kenntnisse in der Bestimmung von Steinartefakten.
Voraussetzung: bestandenes Modul 1 (modularisiertes Magister-Studium)
Leistung: Regelmäßige Teilnahme

Übung: Formenkunde
Die Terminologie und Morphologie von Steinartefakten wird vorgestellt. Durch Kurzreferate der Studierenden erfolgt ein Überblick über die steinzeitlichen Geräteformen. Abschließend werden Zeichentechniken vermittelt und durch Eigenleistung publikationsfertiges Zeichnen geübt.
Voraussetzung: bestandenes Modul 1
Leistung: Regelmäßige Teilnahme

Dr. Andreas Schäfer
Vorlesung: Einführung in die Frühgeschichte (Modul 1)
Mit der einsetzenden Schriftlichkeit besitzt die Frühgeschichte im Vergleich zu den vorausgegangenen Epochen eine erweiterte Beurteilungsbasis. Die Vorlesung dient der Vermittlung von Grundkenntnissen der frühgeschichtlichen Archäologie und konzentriert sich geographisch auf den mitteleuropäischen Raum. Behandelt wird der Zeitabschnitt des 1. Jahrtausends n. Chr., der Bogen spannt sich dabei von der römischen Kaiserzeit, über die Völkerwanderungszeit und Merowingerzeit bis zum Ende des Frühmittelalters.
Voraussetzungen: keine
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Klausur

Proseminar Methoden und Hilfsmittel der Ur- und Frühgeschichte (Modul 1)
Das Proseminar dient der Einführung in Methodik und Arbeitsweisen der Ur- und frühgeschichtlichen Archäologie. Die wesentlichen Grundlagen des Faches, insbesondere Gliederungs- und Datierungsmethoden archäologischer Funde und Befunde sowie Möglichkeiten zu ihrer Interpretation werden im Rahmen von Referaten erarbeitet.
Voraussetzungen: keine
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, Referat (mit Handout), Klausur

Dr. Peter Sachenbacher
Übung: Slawen in Thüringen
Ausgehend von grundsätzlichen Problemen wie Herkunft, Ausbreitungsrichtungen und Kultur und Entwicklung der Slawen in Deutschland werden strukturelle, genetische und funktionale Fragen der Slawen in Thüringen behandelt. Im Mittelpunkt stehen dabei der hohe Anteil der Slawen am mittelalterlichen Landesausbau in der Germania Slavica Thüringens und das Verhältnis Slawen - Germanen/Deutsche.
Die Lehrveranstaltung stützt sich vor allem auf archäologische, onomastische und mediävistische Quellen zur genannten Problemstellung und schließt Exkursionen dazu ein.

Dr. Stefan Winghart
Übung: Die ältere Vorgeschichte (Neolithikum/Bronzezeit) in den Alpen
Die Übung beschäftigt sich mit den speziellen Kulturerscheinungen des alpinen Spätneolithikums bzw. der alpinen Bronze- und Eisenzeit. Von besonderer Bedeutung ist hier neben den natürlichen Voraussetzungen und Herausforderungen der alpinen bäuerlichen Wirtschaft die Kupfer- und Bronze-Metallurgie und die besonderen Bedingungen transalpinen Verkehrs sowie die Kulturkontakte zwischen Nord und Süd.
Teilnahmebedingungen: Keine
Anforderungen: Referat mit Handout, regelmäßige Teilnahme

Dr. Sven Ostritz
Übung: Vermessung für Archäologen, eine praxisorientierte Einführung (Modul 6)
Kurze theoretische Einführung in die Vermessung für Archäologen.
Praktische Übungen, Vermessung eines Bodendenkmals.
Zeit/Ort: Blockveranstaltung, Termin wird noch bekannt gegeben
Voraussetzungen: keine
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme

Prof. Dr. Rupert Gebhard
Übung: Einführung in die Archäometrie
Archäometrie bezeichnet einen Wissenschaftszweig, bei dem naturwissenschaftliche Untersuchungsverfahren zur Lösung archäologischer und historischer Fragestellungen eingesetzt werden. Drei große Gebiete der Archäometrie stehen im Mittelpunkt der Übung: Prospektion von Fundstellen, Datierung von Fundstellen und Funden sowie Materialanalysen von Objekten. Die Übung bietet für eine Einführung in die naturwissenschaftlichen Untersuchungsverfahren und zeigt an praktischen Beispielen, wie Analysenergebnisse für geisteswissenschaftliche Fragestellungen genutzt werden können.
In den ersten Veranstaltung wird ein allgemeiner Überblick gegeben. Die zu vergebenden Referatthemen sollen die Studenten an die Arbeitsweise der Archäometrie heranführen und einen Einblick geben, in welchen Fällen naturwissenschaftliche Begleituntersuchungen sinnvoll sind. Die Referate werden jeweils von Informationsblöcken begeleitet, die die in den Referaten vorgtragenen Themen vertiefen.
Literatur allgemein: MOMMSEN, H.: Archäometrie. Teubner Studienbücher (Stuttgart 1986). Eine ausführliche Literaturliste wird zusammen mit den Referatthemen in der ersten Veranstaltung ausgehändigt.
Anforderungen an die Studenten: Naturwissenschaftliche Grundkenntnisse (Schulwissen). Es wird erwartet, dass die allgemeine Einführungsliteratur gelesen wurde. Die Referatthemen sind so gewählt, dass sie auch ohne naturwissenschaftliche Vorkenntnisse zu bearbeiten sind.

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