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Westgrönland wird seit Mitte des 3. vorchristlichen Jahrtausends von Menschen bewohnt, die vor allem marine Ressourcen nutzten. Das küstenferne Inland weist jedoch zwei für die Menschen wichtige Ressourcen auf, die nur hier vorkommen: Speckstein zur Herstellung von Lampen und Kochtöpfen sowie das Karibu, das neben Fleisch auch Fell und Geweih liefert. Speckstein und Karibu wurden von den Menschen der Saqqaq-Kultur (2600-1000 BC) und der Dorset-Kultur (1000-100 BC), später auch von den Wikingern (AD 1000-1450) und der Thule-Kultur (AD 1450-1700) sowie bis in die heutige Zeit hinein genutzt. Die Nutzung der beiden Ressourcen in prähistorischer und historischer Zeit zu erforschen, ist Aufgabe eines internationalen Projekts: 2005 wurden die Specksteinbrüche systematisch erfasst, Ausgrabungen von Specksteinbrüchen und diesen zugeordneten Siedlungen erfolgten 2006 (Nasaatsiaq) und 2007 (Ujarassuit). Surveys zur Erfassung von mit der Karibujagd assoziierten Strukturen (z.B. Sommerlager oder Jagdzaunsysteme) erfolgten 2006, 2007 und 2009 im küstenfernen Hinterland der Specksteinbrüche.
Archäologie: Grönländisches Nationalmuseum, Dänisches Nationalmuseum, Universität Lund Deutsche Teilnehmer: Clemens Hofmann, Carmen Liebermann M.A., Volker Neubeck, Sebastian Pfeifer M.A., Dr. Werner Müller, Ulrike Trenkmann M.A., Dirk Vökler Förderung: DFG (2005-2009) Literatur: M. Appelt: Nuuk-områdets fedsten – første afsnit. Tidsskriftet Grønland 6, 2006, 1-12.
L. Larsson: Use of soapstone from the first settlement of Greenland until the present day. Swedish Polar Research Secretariat Yearbook (Stockholm 2007) 95-98.
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