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Im Inland Westgrönlands finden sich zahlreiche Kadaver, Skelette, Teilskelette und Einzelknochen von in den letzten Jahrzehnten unter natürlichen Umständen gestorbenen Rentieren. Diese Überreste gehören einer Population an, die Ziel jüngerer wildbiologischer Untersuchungen ist. Zwischen 1999 und 2003 wurden hier insgesamt 284 alters- und geschlechtsbestimmte Rentierindividuen mit zusammen 2571 vermessenen Skelettteilen osteometrisch und osteologisch dokumentiert (Epiphysenzustand des Skeletts, Zahnstatus, Längen- und Breitenwachstum der Skelettteile, Fell- und Geweihzustände, Geschlecht, Position im Gelände). Hauptziel der archäozoologischen Untersuchung ist das Herausarbeiten des Zusammenhangs zwischen Knochendimensionen, Alter und Geschlecht von Einzeltieren einer Rentierpopulation. Neben der Ermittlung des exakten biologischen Alters der dokumentierten Rentiere anhand von Zahndünnschliffen, die von den dänischen Kooperationspartnern durchgeführt werden, ist eine röntgenologische Untersuchung der Unterkiefer geplant. Anwendbar sind die gewonnenen Ergebnisse für archäologische und wildbiologische Forschungen. Projektleitung: Dr. Kerstin Pasda (Jena, D) Mitwirkende: Dr. Peter Aastrup (National Environmental Research Institute, Roskilde/DK) Laufzeit: 1999-2005. Mitwirkende und fördernde Institutionen: National Environmental Research Institute – Departement of Arctic Environment (Roskilde, DK), Zoologisches Museum der Universität Kopenhagen, DK), SILA/Greenland Research Center/National Museum (Kopenhagen/DK), Deutsche Forschungsgemeinschaft (Förderung 2003-2005).
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