|
Die Himmelsscheibe von Nebra lässt Forschungsmillionen fließen Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat 3,3 Millionen Euro bereitgestellt, um 24 Stätten aus der frühen Bronzezeit zu untersuchen von Heike Jänz www.welt.de/data/2004/07/16/305731.html
Berlin - Im kleinen Städtchen Nebra in Sachsen-Anhalt findet künftig große Forschung statt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 3,3 Millionen Euro bereitgestellt, um 24 Stätten aus der frühen Bronzezeit zu untersuchen.
Eine davon liegt auf dem Mittelberg von Nebra, wo Raubgräber vor sechs Jahren die "Himmelsscheibe von Nebra" entdeckt hatten. Es handelt sich dabei um ein 3600 Jahre altes, rundes Fundstück aus Bronze, auf dem das astronomische Wissen der Zeit zum Ausdruck kommt. Die im Durchmesser etwa 34 Zentimeter große Scheibe zeigt 32 Sterne, zwei Horizontbögen, von denen einer später verloren ging, und eine als Himmelsbarke identifizierte Wölbung. Zusätzlich sind die Mondsichel und wahrscheinlich die Sonne oder eine weitere Mondphase dargestellt. Der Sternenhaufen in der oberen Bildhälfte zeigt nach Meinung von Forschern ein Bild der Plejaden, des Siebengestirns.
|