letzte Aktualisierung | 21.05.2008
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Der Aufbruch zu neuen Horizonten. Die Funde von Nebra, Sachsen-Anhalt, und ihre Bedeutung für die Bronzezeit Europas.


Die Himmelsscheibe von Nebra (Copyright: J. Liptak, Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt)

Im Zentrum der interdisziplinären Forschergruppe 550 unter dem Titel "Der Aufbruch zu neuen Horizonten. Die Funde von Nebra, Sachsen-Anhalt, und ihre Bedeutung für die Bronzezeit Europas" stehen die einzigartige Himmelsscheibe von Nebra, ihre Begleitfunde sowie ihr frühbronzezeitliches Umfeld. Das Besondere des Forschungsvorhabens liegt in der außerordentlichen kulturgeschichtlichen Bedeutung der Nebra-Funde und in den sich daraus ableitenden neuen Sichtweisen über Mensch, Wirtschaft, Gesellschaft und Religion der Frühbronzezeit in Mitteleuropa. Die Forschungsziele sind den Funden entsprechend komplex und vielschichtig, sie betreffen die Himmelsscheibe selbst, ihren Fundort und, ihr mitteldeutsches Umland. Antworten auf die einzelnen Fragen sind mittelfristig nur im Rahmen einer eng kooperierenden, netzverteilten Forschergruppe zu erwarten, die das mitteldeutsche Forscherpotential zu dieser Thematik sinnvoll bündelt. Die archäologischen Untersuchungen erstrecken sich auf den Ziegelrodaer Forst auf dem Mittelberg bei Nebra sowie auf das Verbreitungsgebiet der Metallgruppe der Aunjetitzer Kultur. Die naturwissenschaftlichen Untersuchungen beziehen sich v.a. auf die Herstellungstechnologie der Gegenstände des Hortfundes von Nebra, die Herkunft des Kupfers und die Erarbeitung von Grundlagen für die Herkunftsbestimmung von Gold. Die archäoastronomische Auswertung beschäftigt sich mit der Entschlüsselung des Bildinventars der Himmelsscheibe einerseits sowie mit der Frage nach der Bedeutung astronomischer Kenntnisse im Leben der frühbronzezeitlichen Menschen andererseits. Neben den zu erwartenden weitreichenden Forschungsergebnissen fördert das Projekt zudem den regionalen Hochschulverbund.

Für weitere Informationen zu dem Gesamtprojekt siehe auf den Internetseiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG): www.dfg.de/info_wissenschaftler/gw/aktuelles/2004/nebra_0804.html

Der Bereich für Ur- und Frühgeschichte der Universität Jena bearbeitet innerhalb des Forschungsprojektes das Modul A3. Die Höhensiedlungen der Mikro- und Makroregion - ökonomische, politisch-soziale, administrative und kultische Zentralorte.
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