letzte Aktualisierung | 21.05.2008
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Menschliche Höhlen- und Abrinutzung in Westgrönland

Von 1999-2002 wurde im Inland von Zentral-Westgrönland die Höhlen- und Abrinutzung historischer Wildbeuter der Arktis untersucht. Dabei wurden die archäologischen Hinterlassenschaften der wenige Jahrzehnte bis mehrere Jahrhunderte zurückliegenden Aufenthalte grönländischer Rentierjäger unter Felsüberhängen und an Felsblöcken dokumentiert. Diese Arbeiten waren 2001-02 in ein Projekt von SILA/The Greenland Research Center am Dänischen Nationalmuseum integriert, das die Inlandnutzung in ihrer zeitlichen und räumlichen Tiefe untersuchte.

Die Auswertung der am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführten Arbeiten zeigten:

  • eine große Variabilität in der Nutzungsweise von Felsüberhängen und Felsen,
  • den Zusammenhang zwischen ethnographisch beschriebener Abrinutzung und deren materieller, archäologischer Konsequenzen,
  • die gleiche Strukturierung und Wahrnehmung von Freilandlokalitäten und Felsüberhängen bei der Nutzung als Schlaf- und Rastplatz,
  • die geringe Beeinflussung der Funktion von Höhlen und Felsüberhängen trotz mittel- und langfristiger Änderungen der Muster menschlicher Inlandnutzung,
  • das Aussehen von natürlichen Störungen unter Felsüberhängen sowie
  • die taphonomischen Prozesse, die das Vorhandensein von Tierknochen beeinflussen.

    Die Arbeiten wurden durch Sachbeihilfen der DFG gefördert und im Frühjahr 2004 an der Universität Jena abschlossen.

  • Projektleitung: Prof. Dr. Clemens Pasda
    MitarbeiterInnen: Kerstin Pasda M.A.
    Laufzeit: 1999-2004
    Fördernde und mitwirkende Institutionen: SILA - The Greenland Research Center (Danish National Museum/Copenhagen), Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Erlangen-Nürnberg, DFG

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