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Das seit 1969 ausgegrabene paläontologische Material der Steinrinne bei Bilzingsleben stellt eine der bedeutendsten Sammlungen zu einer mittelpleistozänen Warmzeit in Europa dar. Die weitere Bedeutung liegt in den gefundenen menschlichen Schädelresten, die zu den ältesten Menschresten nördlich der Alpen gehören. Nach der 2003 erfolgten Erkundung wurden 2004 über 2,5 Monate mit über 60 Fachstudenten archäologische Ausgrabungen durchgeführt, an die sich 2005 eine einmonatige Restaurierung der Knochenfunde anschloß. Die Ausgrabungen werden fortgesetzt. Ziel dieser Tätigkeiten ist die Untersuchung der Genese der geologischen Horizonte, in dem sich Knochen, Gesteine und Feuersteinobjekte finden. Zudem sollen auf Dauer zugängliche Profile für zukünftige Untersuchungen geschaffen werden. In Zusammenarbeit mit dem Thüringischen Landesamt für Archäologische Denkmalpflege, der Verwaltungsgemeinschaft Kindelbrück und der Gemeinde Bilzingsleben wurde eine Einbindung der Steinrinne in bestehende Tourismuskonzepte erarbeitet. Eine Besichtigung der Fundstelle ist während laufender Grabungen ohne Voranmeldung möglich. Außerhalb dieser Zeiten bieten Fachstudenten der Universität Jena Führungen an – nach vorheriger Absprache über Termin und Fahrtkosten. Zusammenarbeit: Institut für Geowissenschaften der Universität Jena Laufzeit: seit 2003 Förderung: Universität Jena
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