Erdeborn – eine spätbronze-/früheisenzeitliche Salzsiedersiedlung im Mansfelder Land
Blick auf die Ausgrabungsfläche in Erdeborn der Kampagne 2002 (Foto: J. Huthmann).
Salz gehört von je her zu einem der bedeutendsten Rohstoffe. Ein Zentrum vorgeschichtlicher Salzgewinnung ist das mitteldeutsche Gebiet um Halle. Unter diesem Gesichtspunkt fanden im Sommer 2002 und 2003 zwei Lehrgrabungen mit je zehn Studierenden in Erdeborn, Ldkr. Mansfelder Land, statt. Der Fundplatz befindet sich ca. 30 km westlich von Halle und etwa 11 km südöstlich von Eisleben. Die archäologischen Untersuchungen wurden auf einer Fläche durchgeführt, auf der bei geophysikalischen Prospektionen zwei bis zu 12 m große Bodenanomalien aufgefallen waren. Bei diesen Anomalien handelte es sich um teilweise über 2 m tiefe Lehmentnahmegruben, in deren Verfüllung sich die Reste mehrerer Salzsiedeöfen - Säulenbriquetage, Tonballen und Tiegel, aber auch Reste der Ofenwände - fanden. Neben diesen Funden konnten des weiteren Bruchstücke von Schalen und Großgefäßen sowie Tierknochen geborgen werden.
Projektleitung: Prof. Dr. Peter Ettel, Dr. Detlef W. Müller (Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt) MitarbeiterInnen: Juliane Huthmann M.A. (Bereich für Ur- und Frühgeschichte der FSU Jena) Laufzeit: seit 2002 Fördernde und mitwirkende Institutionen: Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt ( www.archlsa.de/ )